Mindfulness - Achtsamkeit - Ideen zum Durchatmen

Zeit zum Durchatmen? Guter Witz. Dein Baby ist plötzlich auf der Welt und alles ist mit einem Mal anders. Dein ganzes Leben steht Kopf. Du bist nur noch damit beschäftigt Dein Kind zu füttern, im Schlagabtausch mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin die Windeln zu wechseln und den neuen kleinen Erdenbürger zu knuddeln. Du bist Dir sicher: Zeit für Dich selbst und für Achtsamkeitsübungen hast Du in dieser Phase Deines Lebens definitiv nicht. 

Glaub mir, das denkt jede Frau in der ersten Wochen/Monaten. Alles muss neu organisiert werden. Plötzlich sind Dinge wie Haare waschen oder Zähne putzen ein regelrechter Luxus, weil sich gefühlt rund um die Uhr alles um Dein Baby dreht. Das ist auch gut so. Man muss sich schließlich erst mal ausgiebig kennenlernen und ein neues, gemeinsames Leben erschaffen. Das will geübt sein und braucht Zeit. Aber ich verspreche Dir, mit ein bisschen Kreativität findest Du auch in dieser Phase Deines Lebens ein paar kleine (Zeit-)Inseln, auf denen Du kurz durchatmen und zur Ruhe kommen kannst.

Warum Pausen so wichtig sind

Man kann nicht 24 Stunden am Tag fröhlich plaudern und durchgehend mit voller Aufmerksamkeit bei seinem Kind sein. Ab und an braucht man eine Pause. Diese müssen nicht immer lang und besonders sein. In stressigen Phasen wie kurz nach der Geburt, wenn Dein Kind zahnt oder krank ist und Zeit sowieso schon Mangelware ist, geht das auch kaum. Die Kunst besteht eher darin in Tätigkeiten, die man sowieso ausübt, seinen Fokus etwas zu shiften und hier kleine, achtsame Ruhemomente einzubauen. Oder anders ausgedrückt: Mit dem zu arbeiten, was da ist.

Du siehst vielleicht, worauf ich hinaus möchte. Am Mama sein empfinde ich es oft als anstrengend, dass ich permanent mit einem Auge bei meiner Tochter sein muss. Dass ich immerzu kommunizieren muss – sei es verbal oder nonverbal durch ein aufmunterndes Lächeln oder eine Umarmung. Ab und an gehen auch mir die Spielideen aus. Da bin ich müde und habe keine Lust mehr zu reden. Da möchte ich einfach nur den Kopf ausschalten und nicht denken. Solche Augenblicke braucht das Gehirn, um sich zu erholen und langfristig gesehen auch um zu funktionieren. Und Möglichkeiten dazu gibt es mehr als Du vielleicht denkst.

Die Kunst im Alltäglichen Ruhepausen zu finden

Ja, es ist absurd, dass einst Selbstverständliches plötzlich zelebriert werden soll. Dass das jetzt hin und wieder die einzige Pause ist, die man mit Baby/Kleinkind haben kann. Es werden auch wieder Phasen kommen, in denen das anders ist. In denen Du mehr Zeit für Dich hast. Aber bis das so ist, muss man sich kleine Inseln schaffen. Gerade wenn man alleinerziehend ist und keine Großeltern oder babysittenden Freunde zur Hand hat, muss man seinen Alltag so organisieren, dass man aus Kleinigkeiten etwas für sich zieht. Ohne diese noch so winzigen Pausen geht man nämlich vor die Hunde. Und davon hat Dein Nachwuchs auch nichts.

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