Über mich

Über mich - Sarah Näher Portrait

Hallo, ich bin Sarah. Herz und Kopf von „Mama ist mehr“. Oder anders ausgedrückt: Ich bin nicht nur die Mutter eines fabelhaften kleinen Mädchens (liebevoll aufgrund ihrer oft gezogenen Schnute „Schnuti“ genannt), sondern auch die Mama dieser Seite. Ich lebe mit meinem Freund und meiner Tochter in Berlin, wo ich auch ursprünglich herkomme. Wie man auf dem Foto sieht, lache ich gerne. Nicht immer schön aber dafür meist aus vollem Herzen. Ich bin studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaftlerin, Bloggerin und arbeite seit der Geburt meiner Kleinen in Teilzeit in der Musikbranche. Nebenher schreibe ich – eigentlich seit ich denken kann. Redakteurin und Autorin gehört also auch in die Liste der Dinge, die ich bin.

Damit wären wir auch schon beim Punkt. Es ist nichts Neues, dass man im Leben für gewöhnlich mehr als eine Rolle hat. Wir sind die Kinder unserer Eltern, Frauen, Partnerinnen, Erwerbstätige, Hausfrauen, beste Freundinnen, Liebhaberinnen, Chefinnen oder was weiß ich nicht noch alles. In meinen Fall eben seit Winter 2018 auch noch Mutter. Wir haben so viele Rollen und Stempel, dass es schier unmöglich scheint sich auf einen einzigen Titel festzulegen. Was genau bin ich denn jetzt gerade vordergründig? Oder vielmehr: Als was möchte ich gesehen werden?

Warum die vielen Rollen gepflegt werden wollen.

Momentan bin ich sehr viel Mama. Meine Tochter ist erst anderthalb. Ein Fulltime-Job. Nebenher arbeite ich als Angestellte. Ich habe einen fantastischen Freund und zelebriere meine nahezu lächerlich vielen Interessen. Ich bin vieles. Und genau diese vielen verschiedenen Persönlichkeitsanteile brauche ich auch, um meiner Kleinen die beste Mutter zu sein, die sie sich wünschen kann. Jede meiner Rollen ist wichtig und will gepflegt werden. Das ist auch der Grund, warum ich diese Seite ins Leben gerufen habe. Wenn man ein Kind bekommt, geht man oft so sehr in der Mutterrolle auf, dass man all die anderen Anteile kurzzeitig komplett vergessen kann. Was – man kann es sich denken – selten gut ist. Irgendwann meutert immer jemand, weil er vernachlässigt wurde. Seit es der Partner, die beste Freundin, der Job oder auch der eigene Körper und die Psyche.

Was möchte ich meinem Kind vorleben?

Eine für mich spannende, richtungsweisende Frage in schwierigen Situationen ist oft: Was möchte ich meiner Tochter vorleben? Wie möchte ich, dass sie Frauen wahrnimmt? Ich habe für mich definiert, dass Selbstaufgabe und Selbstopferung in der Mutterrolle nichts sind, was ich ihr zeigen möchte. Ja, ich stecke viel zurück seit ich Mama bin. Für meine Kleine würde ich durchs Feuer gehen. Keine Frage. Wenn mein Kind krank ist oder sie mich aus sonstwelchen Gründen braucht, bin ich da. Ohne wenn und aber. Aber danach küsse ich meinen Freund und konzentriere mich auf ihn. Oder ich meditiere. Ich treffe Freunde. Ich nähe. Ich schreibe Tagebuch. Ich mage Yoga. Oder ganz banal: Ich wasche mir richtig ausgiebig die Haare und trinke danach einen noch heißen Kaffee. Solange Schnuti keine neuen Zähne bekommt, nicht krank ist oder in einem Entwicklungsschub steckt, klappt das ganz wunderbar. Dann schimpft sie unter Umständen kurz vor sich hin und verzieht das Gesicht, erkennt aber ziemlich schnell, dass Mama jetzt eine kleine Auszeit braucht. Meist spielt sie dann eine Weile zufrieden vor sich hin.

Zur Hölle mit dem Perfektionsstreben.

Nach viel Try & Error habe ich festgestellt, dass diese „Kurzurlaube“ von der Kinderbetreuung nichts Großes sein müssen. Auch hier gilt es den Druck rauszunehmen. Wenn ich Yoga in unserem Wohnzimmer mache, krabbelt Schnuti oft über mich rüber oder stapelt ihre Bücher auf meinem Bauch. Dann mache ich die Übungen halt nicht perfekt aber sie hat Spaß und ich bewege mich wenigstens etwas. Sicher, Meditieren ist schwierig, wenn das Kind neben einem jauchzend Bauklotztürme umwirft. Aber auch das kann man in kleine Miniportionen aufteilen und selbst im stressigsten Alltag wunderbar ein paar Minuten am Tag achtsam sein. Es geht alles. Vielleicht nicht so wie man es kannte bevor der kleine Mensch in das eigene Leben getreten ist aber es funktioniert. Mutter werden bedeutet nicht Selbstaufgabe, sondern vielmehr Umorganisation, Kreaitvität und eine ordentliche Portion Gelassenheit. Sonst wird man zwangsläufig irgendwann unzufrieden und das hilft niemandem etwas. Dann, behaupte ich mal, kann man auch keine gute Mama sein. Ich weiß nicht wie sie es machen aber Kinder haben regelrechte Hightech-Messinstrumente in sich, die jede Gereiztheit, jede Unzufriedenheit und jede Wut sofort registrieren. Der darauf folgende Konter ist nicht immer schön. Es profitieren also alle Seiten davon, wenn Mama happy ist. Oder zumindest im Großen und Ganzen sehr zufrieden.

Warum es „Mama ist mehr“ gibt.

Deswegen gibt es „Mama ist mehr“. Genau das ist mein Ziel: Euch Ideen aufzuzeigen, wie Ihr im oft stressigen Alltag mit Kind bei Euch bleiben könnt. So dass alle Beteiligten in Euerm Leben glücklich sind. Und das fängt nun mal bei Euch an. Bei all den wunderbaren Müttern dieser Welt. Denn das ist schon mal die erste und wichtigste Erkenntnis: Jeder, der sein Kind liebt, ist eine hervorragende Mutter. Alles weitere ergibt sich von selbst oder kann erlernt werden. Versprochen.

Warum zum Kuckuck ich mir einbilde Ratschläge verteilen zu dürfen.

Was befähigt mich denn aber nun eigentlich dazu hier kluge Ratschläge in die Welt hinauszuposaunen? Ich bin keine studierte Pädagogin, Kinderärztin, Hebamme, Erzieherin oder sonst was in die Richtung. Ich habe genau ein Kind, also keine jahrzehntelange Erfahrung. Aber ich habe Schnuti. Ich habe all die unmöglichsten Situationen durch. Mir ist kein Gefühl fremd. Ich habe so viel mit Schnuti erlebt, von dem ich denke, dass es anderen helfen könnte davon zu hören bzw. zu lesen. Vieles von dem, was ich mir mühsam erarbeitet habe, hätte ich mir gewünscht bereits in der Schwangerschaft zu hören. Oftmals beruhigt es einfach auch enorm zu wissen, dass man nicht alleine mit etwas ist. Dass es anderen genauso geht. Und vielleicht habe ich ja tatsächlich auch die eine kleine Information von meinem Frauenarzt, meiner Hebamme, unserem Kinderarzt, Schnutis Kindergartenerzieherin oder aus dem einen Buch, die für Euch hilfreich sein kann. Wenn ich nur einer einzigen Frau dabei helfen kann das Mamasein etwas leichter zu machen, dann habe ich schon gewonnen. Dann ist mein Ziel erreicht. Weil: Wir sollten zusammenhalten. Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen und in der heutigen Zeit sind diese symbolischen Dörfer oft rar. Deswegen gibt es „Mama ist mehr“. Als kleines, virtuelles Dorf, das hilft, wenn es nötig ist.